Ausgangslage gemäss Planunterlagen:
Beim Projekt handelt es sich um den Umbau eines «einfachen» Dreifamilienhauses. Die Nutzung ist weiterhin für Wohnzwecke vorgesehen. Das Gebäude weist eine mittlere Höhe von über 11 Metern auf und ist gemäss den Planunterlagen in Massivbauweise errichtet. Aus brandschutztechnischer Sicht fällt das Vorhaben in die Qualitätssicherungsstufe 1 (QS).
Realität vor Ort:
Angetroffen wurde ein 300-jähri...
Mehr anzeigenAusgangslage gemäss Planunterlagen:
Beim Projekt handelt es sich um den Umbau eines «einfachen» Dreifamilienhauses. Die Nutzung ist weiterhin für Wohnzwecke vorgesehen. Das Gebäude weist eine mittlere Höhe von über 11 Metern auf und ist gemäss den Planunterlagen in Massivbauweise errichtet. Aus brandschutztechnischer Sicht fällt das Vorhaben in die Qualitätssicherungsstufe 1 (QS).
Realität vor Ort:
Angetroffen wurde ein 300-jähriges Holzhaus, das unter Denkmalschutz steht.
Die Bauherrschaft möchte das Gebäude als rustikales Mehrgenerationenhaus für die eigene Familie der Eigentümerin umbauen. Vorgesehen ist ein einfacher Ausbaustandard, mit vielen unbekleideten Wänden und Decken.
Unser Auftrag:
Für den Um- und Anbau des Mehrfamilienhauses ist ein Brandschutzkonzept zu erstellen. Die vorhandene Holzkonstruktion mit Holzfassade führt zu einer Erhöhung der Qualitätssicherungsstufe auf 2, was das Konzept insgesamt anspruchsvoller macht. Hinzu kommt der Wunsch der Bauherrschaft nach sichtbaren Balken und Blockwänden, wodurch die Umsetzung der erforderlichen Brandschutzmassnahmen zusätzliche Anforderungen mit sich bringt.
Konzept mit Herausforderung:
Mit dem Kompromiss von einseitigen Massnahmen können beide Anforderungen der Bauherrschaft eingehalten werden.
Da die Fassade denkmalpflegerisch geschützt ist, können die aktuellen Brandschutzvorschriften betreffend horizontale Unterbrechungen nicht optimal umgesetzt werden. Wie bei anderen Umbauvorhaben wird der Denkmalschutz oftmals höher gewertet als der Brandschutz.
Mit einem Feuerwehreinsatzplan sowie einer Ertüchtigung und Erstellung von drei Brandabschnitten wird das bestmögliche aus dem Bestand geholt. Mit der Lignum, den Brandschutzvorschriften und etwas Kreativität kann nun die optimale Lösung für die Behörde, Denkmalpflege, Kundenwunsch, Architektur, Bauleitung, Holzbauer, Kosten, Aufwand und Verhältnismässigkeit entwickelt werden.
Fazit:
Pläne sind geduldig und mit Kreativität und Kompromissen stellt der Brandschutz kein Hindernis dar.